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Gastbeitrag “Professional Typesetting — Frühjahrstagung 2014 — 25 Jahre DANTE e.V.”

Nachfolgend ein Gastbeitrag für meinen Blog, verfasst von Marion und Joachim Lammarsch zur Tagung “Professional Typesetting” vom 11.-14.4.14 am Psychologischen Institut

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Vor 25 Jahren von 17 Gründungsmitgliedern am Rechenzentrum der Universität Heidelberg gegründet, verfolgt der Verein DANTE, Deutschsprachige Anwendervereingung TeX e.V., auch heute noch das Ziel professionellen Buchsatz mit der Software LaTeX zu unterstützen. Von den seit Jahren stabil mehr als 2000 Mitgliedern trafen sich etwas über 100 an diesen vier Tagen am Psychologischen Institut.

Die Themen reichten von Neuentwicklungen wie LuaTeX, über den Entwurf von Postern und der Erstellungen von Präsentationen mit der Dokumentenklasse Beamer bis zum immer wiederkehrenden Thema “Erstellung von wissenschaftlichen Abschlussarbeiten” und der dazu notwendigen Literaturverwaltung mit BibLaTeX, BibTeX und Biber. Auch ein Masterstudierender aus dem Haus hielt einen Vortrag zu “LaTeX und R - Eine Einführung in knitr”.

Ein Thema, dessen Realisierung mit LaTeX kontrovers diskutiert wurde, war der registerhaltige Satz. Gemeint ist damit, dass die Zeilen sich stets an einem Zeilenraster ausrichten, was unsichtbar über der Seite liegt, so dass u.a. die Zeilen auf Vor- und Rückseiten jeweils genau aufeinander stehen und nicht grau durch die Seite hindurchschimmern. Bei Text in mehreren Spalten, häufig bei Zeitschriften, sorgt der registerhaltige Satz für ein ruhigeres Erscheinen der Seite, was das Lesen angenehmer macht. Ein Beispiel für ein Online-Magazin, welches komplett mit LaTeX und in den neueren Ausgaben registerhaltig gesetzt, wird ist das “freiesMagazin“.

Darüber hinaus fand das mit dem Ehrenpreis 2013 ausgezeichnete Mitglied Markus Kohm auf dieser Tagung die Bühne für eine Rückschau über das Paket KOMA-Script. Eine Sammlung von Dokumentenklassen, die seit zwanzig Jahren hauptsächlich von Markus ständig weiterentwickelt und der Allgemeinheit kostenlos zur Verfügung gestellt wird (mittlerweile in der Version 3.0). Sein roter Faden zog sich durch die immer wieder entstandenen Probleme und Schwächen eines solchen Projekts, fokussierte jedoch auch Fortschritte und Mitstreiter, sei es beim Kodieren oder Dokumentieren oder bei sonstiger Unterstützung im Form von Hardware oder Rotwein.

Das Rahmenprogramm der Tagung, eine gute Gelegenheit zum Diskutieren und ebenso auch Austausch über nicht-TeXnische Themen, fand in Form von Abendtreffs ebenfalls am Psychologischen Institut im Raum A102 statt. Ein solcher Rahmen bietet den Vorteil ruhiger Gespräche auch in größeren Gruppen, ohne das Hintergrundrauschen einer Kneipe oder eines Restaurants, auch wenn dies zusätzlichen organisatorischen Aufwand für Getränke bedeutet. Als touristische Attraktion standen eine Führung mit dem Thema “Die Universität Heidelberg – Magister, Philister und Scholare” sowie die obligatorische Schlossführung auf dem Programm. Der Festakt zum 25jährigen Jubiläum des Vereins am Montag den 14.4. bot eine humorvollen Rückschau des neu gekürten Ehrenmitglieds Joachim Lammarsch, der den Verein gegründet und die ersten 10 Jahre geleitet hatte.

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Th­ese sketches of the CTAN lion were done by Duane Bibby for us. They are free for your use, al­though we would ap­pre­ci­ate an ac­knowl­edge­ment such as “CTAN lion draw­ing by Duane Bibby; thanks to www.ctan.org“.

Start des Sommersemesters

Seit Montag läuft offiziell das Sommersemester 2014 - und wird gleich durch das anstehende Osterfest unterbrochen, wie unglücklich ist das denn! Da beginnt der Start der Lehrveranstaltungen gleich holperig und mit Stottern… Warten wir mal, wie es weitergeht! Mit dem Start des SS 2014 beginnt übrigens auch die Planung des WS 2014/15 - in unserer Arbeitseinheit haben wir gerade die Planung dafür abgeschlossen :-)

Im Professorium haben wir neue Strategien zur künftigen Auswahl von Bachelor- und Masterbewerbungen beraten, die nun mit viel Energie von neuen Leuten in Angriff genommen werden. Ich selbst gebe nach vielen Jahren den Vorsitz der BSc-Auswahlkommission (seit 2007) und den Viorsitz der MSc-Zulassungskommission (seit 2010) ab an Dirk Hagemann (Vorsitz) & Oliver Schilling für die BSc-Kommission sowie an Monika Sieverding (Vorsitz) & Hans-Werner Wahl für die MSc-Kommission.

Mit mir scheiden Ursula Christmann und Malte Stopsack aus, denen ich für die langjährige gute Zusammenarbeit danke! Mögen die beiden neuen Kommissionen erfolgreich wirken und gute Kandidaten und Kandidatinnen zulassen – so wie uns das in der Vergangenheit ja ganz gut gelungen ist!

Apropos: Wie wir heute erfahren haben, liegen für unsere inzwischen 90 MSc-Plätze im WS 2014 insgesamt 644 Bewerbungen vor (davon 169 für die 26 OBAC-Plätze, 475 für die 64 DCP-Plätze). Das sind 31 prall gefüllte Aktenordner, die wir nun durchzusehen und zu bewerten haben! Uff!

Eine schlechte Nachricht: In der Mitarbeiterversammlung wurde darauf hingewiesen, dass wir im SS 2014 mit erheblichen Störungen des Betriebs im Hintergebäude zu rechnen haben infolge des Fahrstuhleinbaus und des Kellerausbaus (letzterer könnte sich ingfolgende fehlender Finanzierung durch unvorhergesehene Kostensteigerungen länger hinziehen als von uns erhofft - ob im März 2015 der Keller übergeben werden kann, steht noch in den Sternen…).

Die Haupt-Lärmbelastung beginnt nach Pfingsten: für drei Monate wird mit Steinsägen und Presslufthämmern ein Schacht für den Fahrstuhl freigemacht (neben dem Treppenaufgang, im ehemaligen Aufenthaltsraum). Ob man in dieser Zeit in HS 2 und den Übungsräumen im Hintergebäude vernünftig Unterricht machen kann, wird sich zeigen.

Apropos Geldsorgen: In der letzten Senatssitzung hat unser Rektor die große Planungsunsicherheit auf universitärer Ebene beschrieben, von der wir ja ebenfalls betroffen sind: Die Solidarpakt-Verhandlungen ziehen sich hin, die Weiterführung der Exzellenzinitiative steht in den Sternen, sonstige Bundes- und Landeszuschüsse (darunter z.B. die wichtigen Projektpauschalen) sind unsicher. Unter solchen Bedingungen ist es schwierig, mittel- und langfristige Planungsziele zu verfolgen.

Nimmt man die seit 2011 gezahlten DFG- und BMBF-Projektpauschalen (=20% Pauschalzuschlag zu beantragten Projektfördermitteln), die eigentlich zusätzliche Spielräume schaffen sollten, werden diese freien Extra-Gelder inzwischen fast völig von den rasant gestiegenen Energiekosten aufgezehrt (im Landeszuschuss auf der Basis von 1997  - auf dieses Niveau hat uns der Solidarpakt “eingefroren” -  sind dafür 6 Mio € vorgesehen, faktisch sind 16 Mio € zu zahlen).

PD Dr. Tatjana Stadnitski

PD Dr. Tatjana Stadnitski

Im Marsilius-Kolleg (dem Vorzeige-Projekt der 3. Säule der Exzellenzinitiative) hat die Leitung gewechselt: Diese Woche war Stabübergabe. Die beiden Gründungsdirektoren, der Soziologe Prof. Dr. Wolfgang Schluchter und der Virologe Prof. Dr. Hans-Georg Kräusslich, haben ihr Amt weitergereicht an zwei bekannte Kollegen, den Biologen Prof. Dr. Thomas Rausch und den Historiker Prof. Dr. Bernd Schneidmüller, die bereits zum 1.3.2014 das Amt übernommen hatten. Der feierliche Festakt fand diese Woche in der vollbesetzten Alten Aula in Anwesenheit vieler Fellows statt. Mögen die beiden neuen Direktoren ebenso glückliche Hände bei der Auswahl der Fellows und bei der Zusammenstellung der Themen haben wie ihre Vorgänger!

Eine gute Nachricht zum Schluß: Unsere Habilitandin PD Dr. Tatjana Stadnitski (Universität Ulm) hat zum Abschluß ihres Verfahrens ihre Antrittsvorlesung zum Thema “Mythen über Signifikanz” gehalten - sehr unterhaltsam! Schade, dass wir sie nicht hier in Heidelberg halten konnten! ich habe Tatjana über viele Jahre hinweg begleitet und war auch einer der Gutachter ihrer Dissertation - schön, dass die letzte Etappe akademischer Prüfungen hiermit abgeschlossen ist!

Abschied von Gustava Heß

Meine Sekretärin Gustava Heß hat sich zum 1.4.2014 in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Seit meinem Heidelberger Start im Frühjahr 1997 stand sie an meiner Seite und hat eine ganze Reihe meiner Aktivitäten unterstützend begleitet - am Institut ist sie seit Oktober 1991, nachdem sie vorher acht Jahre beim Springer-Verlag Heidelberg gearbeitet hatte. Nicht nur während meiner Zeit als GD war sie unentbehrliche Hilfe in meinem Sekretariat der ATP (und später auch dem der Methodenlehre, das sie mit dem Kommen von Andreas Voß zusätzlich übernommen hatte).

Zahlreiche Manuskripte und Gutachten wurden von ihr geschrieben, dabei hat sie stillschweigend meine Fehler korrigiert. Ab und zu konnte ich auch mal einen Fehler entdecken, der ihr entgangen war. In den letzten Jahren war es vor allem die (zum Teil sehr komplizierten) Projektabrechnungen größerer und kleinerer Drittmittelvorhaben, in die sie sich eingefuchst hat. Daneben hat sie mir den Rücken freigehalten und als Telefon- und Türhüterin den Zugang zu mir reguliert - sehr hilfreich!

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Frau Heß hat immer freundlich reagiert, auch wenn ihr manche Personen unfreundlich oder fordernd begegnet sind. Das ist nicht selbstverständlich gewesen. Darüber habe ich mich jedes Mal gefreut; das hat die tägliche Arbeit angenehm und manchen unangenehmen Vorgang erträglicher gemacht. Für viele Studierende war sie eine wichtige Anlaufadresse, wenn es um Bescheinigungen oder Gutachten ging. Auch die Mitarbeiter unserer Abteilungen konnten sich vertrauensvoll an sie wenden. Sie hat sich immer wohlwollend um diese Angelegenheiten gekümmert und sie zur Zufriedenheit der Bittsteller erledigt. Dafür hat sie immer wieder kleinere Geschenke erhalten, über die sie sich sehr gefreut hat. Dass sie sich über undankbare Personen beschwert hätte, habe ich nie gehört.

Frau Heß wird uns fehlen! Wir wünschen ihr für Ihren Garten in Wilhelmsfeld allzeit grüne Daumen! Es ist gut, das der Übergang in den Ruhestand mit dem beginnenden Frühling zusammenfällt - ich kann mir denken, womit Frau Heß nun beschäftigt ist. Liebe Frau Heß: Alles Gute für den neuen Lebensabschnitt!

Results for PISA 2012 Problem Solving

On April 1st, 2014, the official results from PISA 2012 Problem Solving have been published! Wow! About 85.000 students from 44 countries participated in our computerbased assessment! Now everyone can see the results of what has been prepared, discussed, pretested, and refined for many years. A volume with 250 pages shows the main results:

  • OECD (2014). PISA 2012 Results: Creative Problem Solving: Students’ Skills in Tackling Real-Life Problems (Volume V). Paris: OECD Publishing. doi:10.1787/9789264208070-en

What are the central results? In the words of the OECD (2014, Problem Solving Results, p. 48):

  • “Students in Singapore and Korea, followed by students in Japan, score higher in problem solving than students in all other participating countries and economies.
  • On average across OECD countries, about one in five students is only able to solve very straightforward problems – if any – provided that they refer to familiar situations. By contrast, fewer than one in ten students in Japan, Korea, Macao-China and Singapore are low-achievers in problem solving.
  • Across OECD countries, 11.4% of 15-year-old students are top performers in problem solving, meaning that they can systematically explore a complex problem scenario, devise multi-step solutions that take into account all constraints, and adjust their plans in light of the feedback received.
  • Problem-solving performance is positively related to performance in other assessed subjects, but the relationship is weaker than that observed between performance in mathematics and reading or between performance in mathematics and science.
  • In Australia, Brazil, Italy, Japan, Korea, Macao-China, Serbia, England (United Kingdom) and the United States, students perform significantly better in problem solving, on average, than students in other countries who show similar performance in mathematics, reading and science. In Australia, England (United Kingdom) and the United States, this is particularly true among strong and top performers in mathematics; in Italy, Japan and Korea, it is particularly true among moderate and low performers in mathematics.”

The problem solving score for Germany is 509, being significantly higher than the OECD average of 500 (with 100 as standard deviation). This score is statistically equivalent to the scores from England (UK), Estonia, France, Netherlands, Italy, Czech Republic, United States, Belgium, Austria, and Norway. All these countries are on the same level.

Countries significantly above OECD average are Singapore, Korea, Japan, Macao-China, Hong Kong-China, Shanghai-China, Chinese Taipei, Canada, Australia, Finland, England (UK), Estonia, France, Netherlands, Italy, Czech Republic, Germany, United States, and Belgium.

Countries significantly below OECD average are Sweden, Russian Federation, Slovak Republic, Poland, Spain, Slovenia, Serbia, Croatia, Hungary, Turkey, Israel, Chile, Cyprus, Brazil, Malaysia, United Arab Emirates, Montenegro, Uruguay, Bulgaria, and Colombia.

Some Background on Interactive Problem Solving

Since I became Chairman of the International Expert Group on Problem Solving in the year 2010, together with my international experts (Beno Csapo, Hungary; John Dossey, USA; Art Graesser, USA; Detlev Leutner, Germany; Romain Martin, Luxembourg; Richard Mayer, USA; Min Min Tan, Singapore) we have changed the way the OECD is seeing problem solving. ACER (Melbourne, Australia) with Barry McCrae, Ray Philpot and Dara Ramalingam helped to realize our ideas. Whereas in the PISA 2003 wave problem solving was seen as a primarily analytical competence, now in PISA 2012 the shift to interactive problem solving has been made (see the Problem Solving Framework).

What does that mean? Analytical problem solving requires from a person to make use of given information (see for example the item “Birthday Party”, available from http://cbasq.acer.edu.au, Username: public, Password: access, in the section “Problem Solving”) and to combine all information under the given restrictions. Interactive problem solving, on the other hand, requires from a person to interact with the environment to get more information about it during this interaction and to learn how to use this knowledge for reaching given goal (see for example the item “Climate Control”, available from http://cbasq.acer.edu.au, Username: public, Password: access, in the section “Problem Solving”).

Interactive problem solving can only be assessed if the student can interact with the environment. PISA 2012 Problem Solving used computer-based assessment, making that interaction possible. According to our framework, problem-solving competence is defined as “an individual’s capacity to engage in cognitive processing to understand and resolve problem situations where a method of solution is not immediately obvious. It includes the willingness to engage with such situations in order to achieve one’s potential as a constructive and reflective citizen” (OECD, 2013, Framework on Problem Solving).

“In the 28 OECD countries and 16 partner countries and economies that participated in the assessment of problem solving, the survey was conducted after the paper-based assessment of mathematics, reading and science. In countries that also assessed mathematics and reading on computers, these computer-based tests were administered at the same time as the problem-solving assessment. The 16 units of the problem-solving assessment were grouped into four clusters, each of which was designed to be completed in 20 minutes. Each student assessed was given either one or two clusters, depending on whether the student was also participating in the computer-based assessment of mathematics or reading. In all cases, the total time allocated to computer-based tests was 40 minutes.” (OECD, 2014, Problem Solving Results, p. 32).

“Most interactive units included in the PISA 2012 assessment of problem solving belong to one of two classes of problems studied in the literature, “MicroDYN” systems and “finite-state automata”. In both cases, exploration and control of an unknown system are the two main tasks for the student. The single exception is a resource-allocation problem, in which experimental interaction with the test scenario is needed to uncover important information about the available resources.” (OECD, 2014, Problem Solving Results, p. 34).

The MicroDYN and MicroFIN tasks are result of our Heidelberg research funded by the German Research Foundation (DFG) from 2007-2014 (thanks to the Special Priority Program SPP 1293, see my older blog-entry on that program [in German]). The idea is to use a number of minimal complex items with varying content and varying difficulty. In each item, first a participant has to find out (e.g., within 3 minutes) how input variables are related to output variables; second, a participant is given a set of goal values for the output variables that have to be reached (e.g., within another 2 minutes) by proper control of the input variables.

Future Steps

What has to be done next? From a basic research perspective, we are looking for a deeper understanding of the relationship between problem solving and other cognitive abilities like, for example, intelligence. Also, the extension of individual problem solving to collaborative problem solving (CoPS) is an issue at hand because OECD wants to assess this dimension in PISA 2015 (see the draft framework; responsible for the CoPS framework will be Art Graesser, Memphis). From a perspective of applied psychology research, we are interested in training programs - how to improve problem solving competencies by means of teaching and learning.

–> Hier geht es zur deutschen Seite der PISA-Studie

–> here is an interview with Andreas Schleicher about PISA 2012 Problem Solving (from YouTube)

–> see short description of results from Francesco Avvisati here

Lectures at Szeged University

Since 2009, there exists a scientific exchange and even an cooperation agreement between the Department of Education at Szeged University (represented by Beno Csapo), and Heidelberg University, Department of Psychology (represented by me). We had in the last years exchange of doctoral students, but also scientific exchange on national and international conferences and through common publications.

Now, I was at Szeged University again for one week of high-level teaching of doctoral students. Our Heidelberg ideas on assessment of complex problem solving and dynamic decision making, our ideas on assessment of collaborative problem solving (CoPS) are now disseminated to the Hungarian doctoral students. Plans for collaborative data collections have been made, consultations with doctoral students have led to sharpen their own ideas for research.

Besides another week of research-oriented teaching, it was a nice stay - the hospitality of the Szeged team made my stay a great experience. Students were keen to learn, the weather was the best I have seen in this city (and I have been here at Szeged several times now). I am looking forward to my next stay!

FoMoCog ‘14: Formal Models of (Dis)ordered Cognition

Vom 24.-26.3.2014 fand ein international besetzter “Challange Workshop” im IWH Heidelberg statt unter dem Titel “FoMoCog ‘14: Formal Models of (Dis)ordered Cognition“, bei dem etwa 35 Forscher aus verschiedenen Disziplinen (Psychologie, Mathematik, Cognitive Science; Physik, Informatik) über den Wert formaler Modelle kognitiver Prozesse diskutierten. Daniel Holt (Psychologisches Institut) und Stefan Körkel (IWR, Mathematik) hatten die Organisation übernommen und ein wirklich abwechslungsreiches, interessantes Programm zusammengestellt.

Neben meinem Eröffnungsvortrag über “Disordered cognition” gab es Invited Talks von Hedderik van Rijn (Groningen) über “Interval timing”, von Andreas Voß (Heidelberg) über “Diffusion models”, von Rick Cooper (London) über “Executive (dys)function” und Frank Jäkel (Osnabrück) über “Introspection and thinking aloud”, daneben eine Reihe weiterer hörenswerter Beiträge verschiedener Arbeitsgruppen im In- und Ausland, mit denen wir zusammenarbeiten.

Neben einem spannenden Vortragsprogramm (mit angenehmen Pausen, die zum weiteren Austausch dienten) gab es natürlich auch ein “Conference Dinner” in der Kulturbrauerei, bei dem wir den auswärtigen Gästen die kulinarischen Seiten Heidelbergs näher bringen, zugleich aber auch Ideen für neue Projekte entwickeln konnten.

Mal sehen, ob es eine Wiederholung geben wird - neben den finanziellen Ressourcen ist es vor allem eine Frage an Daniel und Stefan, ob sie den Aufwand nochmals betreiben wollen, den sie jetzt dankenswerterweise investiert haben! Von meiner Seite aus gerne noch einmal!

Journal of Dynamic Decision Making (JDDM)

Together with Daniel Holt and Andreas Fischer, I started a new project: to launch a new journal! After talking with our university library, it turns out that they host the OJS software (Open Journal System) which is perfectly well suited for our purpose. The publisher therefore will be “Heidelberg University Press” - a label that I have waited for since many years.

The name of the new peer-reviewed journal is “Journal of Dynamic Decision Making” (JDDM) - see the new homepage at journals.ub.uni-heidelberg.de/jddm. BTW: We explicitely decided not to call it “Journal of Complex Problem Solving” - CPS is a label used predominantly by German researchers and has not found so much echo abroad. But what is growing according to our impression is research on “naturalistic decision making” (in the tradition of, e.g., Gary Klein), “dynamic decision making” (in the tradition of, e.g., Berndt Brehmer, Coty Gonzalez, Dominik Güss), and “dealing with uncertainty” (in the tradition of, e.g., Dietrich Dörner, Magda Osman).

Why do we think that another journal is needed? According to our impression, it is not so easy for researchers in this area to find outlets that accept non-experimental studies on DDM. And, yes, we are looking for laboratory experiments on DDM, but also for field studies and other scientific sound papers in this area. Papers about cognitive modelling, single case studies, literature reviews, theoretical position papers, reports on tools and methods, etc. are welcome, too! We explicitly encourage high-level replication-studies! We encourage also publication of non-significant results if power is given and the hypotheses were sound.

The American reserarcher Lisa Feldman Barrett wrote recently that there are two types of articles who wants to get published: those that try to be newsworthy (e.g., to be mentioned in The New York Times science section), and those that are important and make a significant contribution to the scientific question at hand. We are clearly interested in the second type of article. Because we have no commercial interests and no commercial publisher in the background, we can wait for good papers!

Another reason for this new journal is “community building”. We want to offer a platform for discussions and exchange: research collegues may comment on papers (e.g., in an online forum); research tools, cognitive models, and even data can be uploaded from there to foster transparent and replicable research.

What are the unique points that are important to us besides community building? The option to have an open-access outlet for research on DDM is important to us, also the fact that this outlet is free of charge for both readers and authors. And: no delays for publication! Articles will be published as soon as peer-review is successful finished. For sure, JDDM uses peer-review as the fundamental mechanism for quality control but our intention is not to have a high rejection rate but to reach high-quality articles in the sense of enabling discussions between experts in the field. Trying to improve a good paper and making it an excellent one - that is the mission for our reviewers.

We are happy that an international editorial board is supporting our work. Currently, the board consists of Beno Csapo (Szeged, Hungary), Dietrich Dörner (Bamberg, Germany), Coty Gonzalez (Pittsburgh, PA, USA), Dominik Güss (Jacksonville, FL, USA), Oswald Huber (Fribourg, Switzerland), Gyongyver Molnar (Szeged, Hungary) and David Tobinski (Essen, Germany). We will enlarge this board step by step soon.

We now hope and wait for interesting papers that will fill-up the first volume of this new journal - and for the comments of our reader that will help us sharpen the focus of JDDM! The first submission (besides our editorial statement) is under way already!

Uni Köln ruft Birgit Träuble

PD Dr Birgit Träuble

PD Dr Birgit Träuble

Ein langjähriges Mitglied unseres Instituts, PD Dr. Birgit Träuble, hat kürzlich den Ruf an die Universität zu Köln auf die Professur für Entwicklungspsychologie am Department Psychologie erhalten und ihn nun nach einigen Verhandlungsrunden angenommen - herzlichen Glückwunsch zu diesem Erfolg!

Birgit Träuble war seit über 10 Jahren Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Entwicklungspsychologie und Biologische Psychologie bei Sabina Pauen, bei der sie 1994 als wissenschaftliche Hilfskraft in Tübingen begann. Durch ihre sachliche, verläßliche und konstruktive Art hat sie nicht nur positiv auf die AE Entwicklungspsychologie gewirkt, sondern auch auf alle gemeinsamen Instutsangelegenheiten. Das war eine tolle Erfahrung!

Mit Birgit Träuble und Jürg Wassmann habe ich gerade noch vor kurzem unser Buch “Theory of mind in the Pacific” herausgegeben. Da hatte ich schon vom anstehenden Wechsel gehört und den Weggang bedauert. Aber es ist ein notwendiger Schritt und eine prima Position! Als Nachfolgerin für Birgit am Lehrstuhl steht Sabrina Bechtel bereit.

Liebe Birgit: wir alle werden Dich bei uns am Institut in Heidelberg vermissen! Mögest Du in Köln ein gutes Umfeld für Dich vorfinden und Deine Forschung im Schatten des Doms (und nicht weit entfernt von meiner Heimatstadt) zur Entfaltung bringen können! Und wenn Du wieder mal in Heidelberg bist: schau’ vorbei!

Semesterende

An diesem Wochenende ist die Vorlesungszeit für das Wintersemester 2013/14 offiziell zu Ende gegangen (das Semester geht noch verwaltungstechnisch bis zum 31.3.14 weiter). Heute morgen war der erste Montag, der nicht mit Vorlesungen begann. Da ich im Wintersemester immer mit 3 Vorlesungen unterwegs bin (Mo 9-11 Einführung in die Psychologie; Mo 11-13 Allgemeine Psychologie I: Wahrnehmung und Lernen; Di 11-13 Einführung in die Erkenntnistheorie), macht sich für mich die Lehrentlastung spürbar bemerkbar.

Natürlich ist die Arbeit mit den Studierenden mit dem Ende der Vorlesungszeit noch längst nicht abgeschlossen - etwa 120 Essays zur Erkenntnistheorie werden noch zu lesen und beurteilen sein. Die 2x 150 Klausuren zu den anderen beiden Veranstaltungen sind bereits durchgeführt und ausgewertet - da kommen jetzt die Nachklausuren an die Reihe.

Jetzt wird andere Arbeit dafür umso intensiver betrieben: Vortragsreisen (z.B. nach Essen und Zürich) werden vorbereitet und durchgeführt, ein einwöchiger Doktorandenkurs an der Universität Szeged (Ungarn) steht bevor, Einreichungen zu Konferenzen werden gemacht, Poster präpariert. Daneben sind Manuskripte fertigzustellen für Zeitschriften, für Buchkapitel und für selbst herausgegebene Bücher (z.B. Beno Csapo, Joachim Funke & Andreas Schleicher [eds.]: The nature of problem solving). Daten kürzlich durchgeführter Erhebungen werden ausgewertet und analysiert, laufende Forschungsprojekte mit neuen Ideen befüllt und vorwärtsgetrieben, beendete Vorhaben werden abgerechnet und abgeschlossen. Natürlich ist auch Luft für eine Woche Kurzurlaub.

Interessant: Es geht nicht nur mir so mit dem Aufatmen! Heute mittag beim chinesischen Essen mit Kollegin Birgit Spinath und Kollege Dirk Hagemann habe ich ebenfalls positive Äußerungen über die seit heute wirksame Entlastung gehört - wir hören nicht auf zu arbeiten, aber die Arbeit verändert sich und wird mehr als sonst selbstbestimmt und lustbetont. Mit der Pflicht-Lehre ist natürlich ein Stück Fremdbestimmung gegeben, Verzicht auf eigene Freiheiten; die können jetzt stärker zum Tragen kommen. Schön, dass es diesen Wechsel in den Anforderungen vier mal pro Jahr gibt!

Die Vorlesungszeit für das Sommersemester 2014 startet übrigens am Mo 14.4.14 - ganz unglücklich, da es sich um die Karwoche handelt…

Kathleen Vohs kommt nach Heidelberg

Die Alexander von Humboldt-Stiftung hat acht Geistes- und Sozialwissenschaftler aus dem Ausland für den Anneliese Maier-Forschungspreis 2014 ausgewählt. Mit dem Preisgeld von jeweils 250.000 Euro sollen Forschungskooperationen mit Fachkollegen in Deutschland finanziert werden. Nominiert werden die Wissenschaftler von Kooperationspartnern an deutschen Universitäten und Forschungseinrichtungen. Der Preis wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung finanziert und soll die Internationalisierung der Geistes- und Sozialwissenschaften in Deutschland voranbringen.

Die vier Preisträgerinnen und vier Preisträger wurden unter insgesamt 60 Nominierten aus 17 Ländern ausgewählt. Die meisten Nominierten kamen aus den USA (24) und Großbritannien (7) sowie Israel (4), den Niederlanden (4) und Spanien (4). Eine der Preisträgerinnen - die renommierte Sozialpsychologin Prof Dr. Kathleen Vohs, von der Carlson School, University of Minnesota - kommt an unser Heidelberger Institut.

Auszug aus der Laudatio: “Die Amerikanerin Kathleen Vohs gilt als besonders innovative und international führende Psychologin auf dem Gebiet der Selbstkontrolle und experimentellen Konsumentenpsychologie. In ihren Modellen betrachtet sie Selbstkontrolle als begrenzte Ressource, die durch Ausübung erschöpft, aber auch wie ein Muskel trainiert werden kann. Ihre Forschung ist bedeutend für alle Bereiche, in denen Selbstkontrolle wünschenswert ist, von der Pädagogik bis zur Gesundheitsvorsorge. In Heidelberg soll sie in die Schwerpunkte Selbst- und Verhaltensregulation eingebunden werden und insbesondere auch mit Nachwuchswissenschaftlergruppen zusammenarbeiten.”

Das erste Treffen wird am 24.2.14 stattfinden. Es wird von der Kollegin Christiane Schwieren (Verhaltensökonomik) im Rahmen von FoF4 organisiert.