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Marsilius-Vorlesung “Wissenschaft als Berufung”

Jutta Allmendinger

Jutta Allmendinger

Unter dem Titel “Wissenschaft als Berufung? Karrieren im Wissenschaftssystem des 21. Jahrhunderts” fand am 3.2.2016 die 16. Marsilius-Vorlesung von der Soziologin Jutta Allmendinger in der Aula der Alten Universität statt. Jutta Allmendinger, 1956 in Mannheim geboren, ist seit 2007 Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB) und Professorin für Bildungssoziologie und Arbeitsmarktforschung an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Passend zu Heidelberg bezog sie sich unter anderem auf die fast 100 Jahre alte Schrift des Heidelberger Soziologen Max Weber von 1917 unter dem Titel “Wissenschaft als Beruf“. Am Beispiel ihrer eigenen akademischen Biografie verdeutlichte sie die Ungewissheit und schlechte Planbarkeit einer wissenschaftlichen Karriere, von der Max Weber sagte: “… ob es einem solchen Privatdozenten, vollends einem Assistenten, jemals gelingt, in die Stelle eines vollen Ordinarius und gar eines Institutsvorstandes einzurücken, ist eine Angelegenheit, die einfach Hazard [fett von JF] ist. Gewiß: nicht nur der Zufall herrscht, aber er herrscht doch in ungewöhnlich hohem Grade. Ich kenne kaum eine Laufbahn auf Erden, wo er eine solche Rolle spielt…” (zitiert nach dem Vortrag von 1919, Quelle S. 477).

Ganz aktuell nahm sie auch auf den gerade erschienenen Bericht der Imboden-Kommission bezug, der die Erfolge der Exzellenzinitiative bewertet hat und dabei die Probleme der vielen promovierten Nachwuchswissenschaftler klar betont. Dass in der BRD die Entscheidung für eine wissenschaftliche Laufbahn häufig erst 6 Jahre nach der Promotion getroffen werden kann, hat sie ebenso kritisch dargestellt wie den Druck auf Jungwissenschaftler zur Einwerbung von Drittmitteln. Sie sprach sogar vom Plan einer Drittmittel-Sperre, damit Jungforschende auch wirklich selbst forschen und nicht gleich forschen lassen. Besser als Drittmittel sei “Vertrauensgeld” (eine Anspielung auf die von der Imboden-Kommission empfohlene Prämienzahlung an gute Universitäten). Sie empfahl Zeit zum “Brüten” und zur Selbstentfaltung, die Ermöglichung von Familie und als besondere Massnahme zur Ideenfindung das gemeinsame Kochen.

Alles in allem ein Vortrag, der am Beispiel ihrer eigenen Biographie einige Probleme der heutigen Wissenschaftskrarrieren und der häufig verwendeten Kriterien Drittmittel, Publikationen und Preise aufzeigte. Lösungen sind wie so oft schwerer zu finden als die Problembeschreibungen. Ein Nachmittag also, um über Kriterien guter Wissenschaft nachzudenken! Danke, liebes Marsilius-Kolleg!

Neues aus Davos

Auf dem World Economic Forum in Davos trafen sich vom 20.-23.1.2016 wieder einmal Regierungschefs und Wirtschaftsführende, Wissenschaftler und Journalisten, um über aktuelle globale Fragen zu diskutieren und nach Lösungen zu suchen.  Für einen Problemlöseforscher wie mich natürlich eine spannende Sache: Welche Probleme werden dort als die wichtigsten unserer Zeit erachtet und welche Lösungsmöglichkeiten werden diskutiert? Sozusagen “complex problem solving” in einem naturalistischen Kontext (ja, ich weiss: da wird auch viel inszeniert, aber Inszenieren: das machen wir Psychos ja auch in unseren Laboren).

Für mich eine der wichtigen Botschaften aus Davos: Wir sind mit unseren Themen in der Heidelberger Kognitionsforschung auf dem richtigen Weg! Unter dem Titel “The 10 skills you need to thrive in the Fourth Industrial Revolution” (ein Exzerpt aus dem Bericht “The Future of Jobs“) werden für das Jahr 2020 auf den ersten drei Plätzen genannt: (1) complex problem solving, (2) critical thinking, und (3) creativity.

Wow! Genau dieses Triumvirat haben wir hier in meiner Arbeitseinheit seit einigen Jahren zu unserem Kernthema gemacht! Dass hier Politiker und Wirtschaftslenker zu einer solchen Bewertung kommen, freut mich natürlich sehr! Ich denke, dass dies auch ein Ergebnis der weltweiten PISA 2012 “Problem Solving“-Erhebung ist.

Complex Problem Solving“: das ist ein Zauberwort, das unser Ehrendoktor Dietrich Dörner massgeblich mitgeprägt hat und zu dem verschiedene Facetten gehören: Neben der Komplexität auch Intransparenz, Vielzieligkeit und Dynamik einer Situation, die den Akteuer vor jeweils besondere Herausforderungen stellen. In seiner “Logik des Misslingen” hat Dörner im Detail die Fallstricke beschrieben, die aus den verschiedenen Facetten resultieren können und die uns zu fehlerhaftem Handeln treiben. CPS ist immer schon wichtig gewesen, weil die bequemen Routinen durch den “wind of change” natürlich oft hinfällig werden und wir neue Aktionen planen und lernen müssen. “Life-long learning” ist ein Begriff, der das gut verdeutlicht.

Critical Thinking” haben wir auch gerade letzten Sommer in Diskussionen mit dem japanischen Erziehungsministerium ins Zentrum gerückt (siehe meinen damaligen Blog-Eintrag). In einer Welt, in der das Finden von Information scheinbar leicht gemacht wird (Google liefert Tausende von Treffern, meist wird nur die erste Seite der Trefferliste genauer betrachtet), ist die viel wichtigere Kompetenz heute das Bewerten derartiger Informationen: Ist die Information glaubwürdig? Welche Verzerrungen könnten bestehen? Ob Hotelbewertung, Medikamenten-Empfehlung oder tagesaktuelle Geschehnisse (Kölner Silvesternacht): Sind die zu findenden Berichte faire Darstellungen oder versuchen sie uns zu manipulieren?

Kreativität ist ein Konzept, das in der Wirtschaft vor allem in seiner angewandten Form, der Innovation, von großer Bedeutung ist. Weltkonzerne wie Apple haben mit innovativen Konzepten (schon in den 1980er Jahren Tisch-Rechner für alle; Musik zum Mitnehmen: iPod; usw.) einen profitablen Weltmarkt geschaffen. Nur wer neue Produkte entwickelt, kann mithalten. Das große “Aber”: Auch wenn alle von Kreativität träumen, ist es alles andere als einfach, kreative Lösungen zu entwickeln und umzusetzen. Wernn es so einfach wäre, bräuchten wir nicht so viele Trainer und Workshops zu diesem Thema (siehe auch meine früheren Blog-Einträge zu “creative milieus” bzw. “verordneter Kreativität“).

Summa summarum: Ich sehe ein paar bestätigende Signale dafür, dass wir uns in meiner Arbeitsgruppe mit den richtigen Konzepten befassen (und ein paar weitere Themen wie z.B. Weisheit und Werte auf dem Schirm haben, die noch nicht im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen). So eine Aussenperspektive ist für mich wichtig, damit man nicht nur im eigenen Saft schmort. Bei aller Kritik an dieser Veranstaltung: Danke, Davos!

Ehrendoktorwürde für Dietrich Dörner

Unsere Fakultät verfügt über eine Promotionsordnung, in der in §1 die Möglichkeit beschrieben wird, “den Grad eines Doktors der Philosophie ehrenhalber (Dr. phil. h.c.) auf Grund von hervorragenden wissenschaftlichen Leistungen auf dem Gebiet der Verhaltens- und Empirischen Kulturwissenschaften einschließlich der angrenzenden Gebiete” zu vergeben. Dies hatten wir in unserer 19jährigen Fakultätsgeschichte noch nie praktiziert - jetzt ist es passiert! Einstimmig hatte unsere Fakultät am 17.6.2015 beschlossen, diese Ehre Dietrich Dörner aus Bamberg zukommen zu lassen. Der entsprechende Antrag unserer Fakultät ist dann vom Akademischen Senat im Juli 2015 einstimmig bestätigt worden.

Dietrich Dörner

Dietrich Dörner

Hier ein Auszug aus meiner Laudatio für den Senat (meine Laudatio während der Festveranstaltung fiel etwas anders aus):

“ZUR PERSON: Geboren am 28.9.1938 in Berlin, ist Dietrich Dörner in Düsseldorf aufgewachsen und hat dort sein Abitur gemacht. Das Studium der Psychologie, Neurophysiologie und Logik führte ihn nach Kiel, wo er 1965 das Diplom in Psychologie erhielt und dort auch 1969 zum Dr. phil. promoviert wurde. 1973 habilitierte er sich in Kiel mit einer Schrift über Begriffsbildung. Über Professuren in Düsseldorf (C3, 1973-1974) und Giessen (C4, 1974-1979) führte ihn sein akademischer Weg nach Bamberg, wo er seit 1979 zunächst als Professor und seit 1991 als Direktor des Instituts für Theoretische Psychologie der Universität Bamberg wirkte. Emeritiert ist er im Jahre 2006, sufgehört zu arbeiten hat er bis heute nicht. Dörner war Fellow des Wissenschaftskollegs in
 Berlin 1982/83, er erhielt als erster Psychologe den Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft 1986, war Leiter der Max Planck–Projektgruppe für Kognitive Anthropologie 1989–1991 in Berlin und Fellow des Hanse-Kollegs in Delmenhorst 2003/2004.

WISSENSCHAFTLICHE LEISTUNGEN: Dietrich Dörner hat sich im Laufe eines langen Forscherlebens mit vielen Feldern der Psychologie auseinandergesetzt: Begriffsbildung, Künstliche Intelligenz und Kognitive Modellierung, Emotionsregulation, Denken und Sprache, sowie Einzelfall-Methodik sind als wiederkehrende Themen seines umfangreichen Werks zu nennen. Herausragende Bedeutung erzielten vor allem seine Arbeiten zu den Schwächen und Fehlern menschlichen Handelns im Umgang mit komplexen Anforderungen.
Kennzeichnend für sein Vorgehen ist es, dass er immer wieder Beispiele aus Politik, Ökologie oder Ökonomie heranzieht und das Versagen von Führungskräften – sei es beim Einsatz von Mitteln für die Entwicklungshilfe in der Sahel-Zone, sei es bei der Katastrophe von Tschernobyl – auf fehlerhafte Denk- und Entscheidungsprozesse zurückführt. Sein 1987 bei Rowohlt erschienener Bestseller „Logik des Mißlingens“ illustriert diesen Zugang an vielen Beispielen und in gut verständlicher Form. Kein Wunder, dass dieses Buch später unter dem Titel „The logic of failure“ bei Basic Books in New York verlegt wurde und damit seine internationale Rezeption verstärkte (allein für diesen Titel sind mehr als 2000 Zitationen bei Google Scholar verzeichnet).

Methodisch hat Dörner dezidiert Neuland betreten, indem er vor 40 Jahren die Verwendung computersimulierter Szenarien zur Verwendung im psychologischen Labor vorschlug – zum damaligen Zeitpunkt eine ungeheure Innovation, die in der von ihm simulierten Kleinstadt „Lohhausen“ seine wohl bekannteste Inkarnation fand. Die kleine Kommune war von Testpersonen in der Rolle eines Bürgermeisters über 10 simulierte Jahre hinweg zu lenken. Zahlreiche Kovariate (z.B. Intelligenz) erwisen sich nicht als prädiktiv für den Erfolg, vielmehr kam es auf Regulationskompetenzen an. Das Scheitern von Eingriffen und dessen Ursachen wird akribisch analysiert und im Begriff der „Notfallreaktion des kognitiven Systems“ kondensiert. [...]

Sein Buch „Bauplan für eine Seele“ (Rowohlt-Verlag 1999) zeigt, wie man psychische Vorgänge auf Maschinen nachbilden kann. Das Unterfangen ist hochgradig integrativ und geht über amerikanische Ansätze (wie z.B. dem von John Anderson verfolgten ACT-R-Modell) hinaus, indem er sich dem ansonsten häufig ausgesparten Thema „Gefühl/Emotion“ widmet. Bei Dörner sind Emotionen Modulationen des Verhaltens; sie beeinflussen den Auflösungsgrad (Genauigkeit und Geschwindigkeit) der psychischen Prozesse, das Aktivitätsniveau und die geistige Konzentration. Emotionen sind sin diesem Modell so etwas wie die Form psychischer Prozesse, die deren Inhalte entsprechend verändert, und damit in letzter Konsequenz „Informationen“ wie andere auch.

Der Mensch als Maschine: dies ist nicht Abwertung eines humanistischen Menschenbilds oder übertriebener Reduktionismus, sondern macht ernst mit dem Anspruch einer Wissenschaft, die Gesetzmäßigkeiten des Seelenlebens zu erforschen. Dabei finden sich zwangsläufig Systeme und Regularitäten, die mechanisch wirken. Man darf annehmen, daß Dörners Seelenmaschine ebensowenig realisiert werden wird wie die Analytische Maschine des Charles Babbage im 19. Jahrhundert - aber manchmal sind bloß gedachte Maschinen mindestens so einflußreich wie die realisierten. [...]

WÜRDIGUNG UND EMPFEHLUNG: Dietrich Dörner ist ein äußerst kreativer und engagierter, auch im Alter noch aktiver und national wie international gut sichtbarer Forscher im Bereich von Denken, Entscheiden und Problemlösen. Er hat in den knapp 50 Jahren seiner wissenschaftlichen Arbeit mehrere Generationen von Forscherinnen und Forschern mit kritischen Impulsen gespeist und insbesondere auf dem Feld der Problemlöseforschung inhaltlich wie auch methodisch neue Wege aufzeigt. Unsere Fakultät hat seine Ideen in verschiedenen Bereichen der Bildungswissenschaften und der Psychologie aufgegriffen und ist ihm dankbar für die langjährige Zusammenarbeit. Ich habe daher keinerlei Bedenken, die geplante Ehrenpromotion von Herrn Kollegen Dietrich Dörner aus vollem Herzen zu unterstützen und bin sicher, dass auch der Hohe Senat der Universität Heidelberg sich den positiven Eindruck der Fakultät zu eigen machen und einer Ehrenpromotion mit großer Freude zustimmen kann.”

In einem feierlichen Akt in der Aula der Alten Universität ist nun am 27.1.16 der Ehrentitel vom Rektor und in Anwesenheit zahlreicher Gäste aus dem In- und Ausland verliehen worden. Gäste aus Bamberg, Frankfurt, Heidelberg, Mannheim, Zürich waren neben zahlreichen Fakultätsmitgliedern gekommen, zahlreiche Grüße erreichten ihg und mich zusätzlich per Email.

In seiner Ansprache betonte der Rektor die große Bedeutung, die er diesem akademischen Brauch zuschreibt und die zwei Seiten hat: Ehrung des Empfängers, aber auch die Ehre des Gebers. Die Aufnahme in den Kreis der Heidelberger Akademiker ist auch Verpflichtung! Die Dekanin Birgit Spinath wiederum betonnte das hohe Potential für interdisziplinäre Forschungen, das von unserer Fakultät ausgeht und in viele Bereiche ausstrahlt: Gesundheit und Krankheit, Entwicklung und Altern, Bildung, Arbeit und Freizeit - um nur ein paar beispielhafte Themenfelder zu nennen. Die von mir vorgetragene Laudatio stellte den Versuch dar, ein paar wichtige Lebenslaufdaten zu nennen und über seine akademischen Erfolge zu berichten.

Dekanin Birgit Spinath, Dietrich Dörner, Rektor Bernhard Eitel

Dekanin Birgit Spinath, Dietrich Dörner, Rektor Bernhard Eitel

Dietrich Dörner hat seinen Festvortrag unter dem Titel “Bewusstsein und freier Wille” gestellt, bei dem er deutlich machte, dass Bedachtsamkeit bei der Auswertung eines guten Protokollgedächtnisses zu höherer Freiheit im Handeln führt. Selbstreflexion,  Nachdenken über die eigenen Aktionen und deren Folgen führt zu mehr Freiheit: eine schöne Aussage! Ob das allerdings das Aussterben der Neandertaler im Vergleich zu den Cromagnon-Menschen erklären kann, ist eine kühne Hypothese. Aber dafür ist Dietrich Dörner ja bekannt…

[Nachtrag 30.1.16: Kommentar hierzu von DD:]

“Natürlich habe ich in der kurzen Zeit nur ein holzschnittartiges Bild der Lösung gegeben, aber man kann ja weiterdenken! Wieso verfüge ich mit meiner Fähigkeit zur Selbstreflexion “frei” über meinen Willen? Was heißt hier “frei“? Wieso ergibt sich aus diesem “Bedenken” des Protokollgedächtnisses automatisch ein Ich-Bewusstsein?

Ich habe ja absichtlich bei den Planungsbeispiel auf zwei Punkte abgehoben, nämlich einmal auf die Erweiterung der Denkstrategien (Rückwärtsplanen), zum anderen auf den Ärger. Und das impliziert den Zugriff auf das ganze Selbst, auch auf die emotionalen Reaktionen. Auch der Selbstwert ergibt sich daraus, nämlich aus der Erkenntnis, was mich von anderen unterscheidet, auszeichnet. Das war alles nicht gesagt, aber mitgemeint worden.

Natürlich sollte der Vortrag amüsant sein, aber er sollte auch Gehalt haben! Und nicht nur heißen, dass Nachdenken nützt. Und er konnte natürlich keine 8 Stunden lang dauern. Und zugegebenermaßen ist die Lösung einfach! Das ist aber kein Argument gegen die Lösung. Aber daraus ergibt sich genügend Stoff für zukünftige Streitgespräche! Und sowas brauchen wir doch!

Lieber Dietrich: ja, das brauchen wir! Danke für Deine zusätzlichen Erläuterungen!

[Ende des Nachtrags 30.1.16]

Umrahmt wurde die Feierlichkeit von schöner Klaviermusik, die von unserem Alternsforscher Andreas Kruse sehr einfühlsam gespielt wurde. Von Johann Sebastian Bach (Präludium, Toccata, Fuge), Ludwig van Beethoven “Der Sturm” (Nr. 17 d-Moll op. 31 Nr.2, 3. Satz) und Wolfgang Amadeus Mozart (KV 265 8 Variationen des Themas “Ah, vous dirai-je Maman”; auf deutsch: “Morgen kommt der Weihnachtsmann”) stammten die stimmungsvollen Stücke, die mit viel Liebe und einigen Hintergedanken ausgewählt wurden. - Danke nicht nur an den Musikus, sondern auch an alle, die in diesem Kontext mitgeholfen haben, dass eine würdige Veranstaltung zustandekam: Annika Flämig im Dekanat, Kristian Karaneshev für seine Photos, und KUM für die Pressearbeit und Organisationshilfe!

Lieber Dietrich: auch an dieser Stelle nochmals herzlichen Glückwunsch zu Deiner Ehrenpromotion und der neuen Schärpe! (Bitte immer nur rechts tragen!) Die Auseinandersetzung mit Deinen Ideen war für meine eigene akademische Entwicklung ganz massgeblich! Hier ein früher Brief von DD an JF, der Teil eines dicken Ordners voll mit Korrespondenz zwischen uns beiden ist. Dass ich lange gebraucht habe, bis ich Deinen Ansatz richtig verstanden habe, musst Du meiner Herkunft anrechnen: nicht weit weg vom Neandertal

Und über die Dialektik von Freund und Feind, über akademische Streits als Motor der Wissenschaft liesse sich viel sagen - dass ich Deinen Worten nach die Bezeichung “ältester Feind” verdiene, sehe ich als eine grosse Auszeichnung an, die wir gemeinsam im Anschluss an den Festakt bei einem Glas Wein in der Backmulde gefeiert haben.

Lob der Vorlesung

Vorlesungen sind eines der Lehrformate, die immer wieder in ihrer Existenz hinterfragt werden, nicht nur von Studierenden, sondern auch von Experten der Unterrichtsforschung. In der Ausgabe 43/2015 der ZEIT ist auf S. 76 ein Interview mit dem von mir sehr geschätzen Kollegen Manfred Prenzel, einem renommierten Unterrichtsforscher und derzeitigen Vorsitzenden des einflussreichen Wissenschaftsrats). Er sagt darin am Ende seines lesenswerten Interviews einen Satz, den ich hier gerne kommentieren möchte: “Um Studenten Wissen zugänglich zu machen, ist die Vorlesung nicht die beste Form.”

Als jemand, der viele Vorlesungen hält (im Winter jeweils drei für die Erstsemester- “Einführung in die Psychologie”, “Einführung in die Erkenntnistheorie”, “Allgemeine Psychologie Teil 1″ -, im Sommer eine für die Zweitsemester- “Allgemeine Psychologie Teil 2″ - und gelegentlich auch noch die Mastervorlesung “Adaptive Kognition”), sehe ich mich ein wenig unter Rechtfertigungsdruck, warum ich das Prinzip Vorlesung trotz solcher Empfehlungen immer noch für gut halte und auch fortsetzen werde.

Vorlesungen kenne ich in verschiedenen Formaten (darunter sind solche, die ich schrecklich finde!). Als junger Student Anfang der 1970er Jahre an der Uni Basel z.B. habe ich Vorlesungen in der Philosophie (und auch in der Psychologie) gehört, wo der Professor ein Buch (*sein* Buch) oder ein Manuskript aufschlug und anfing vorzulesen. Mit dem Stundengong im Kollegienhaus der Universität Basel wurde nach 45 Minuten monotonen Vorlesens (höchstens unterbrochen von ein paar Pausen des Wassertrinkens - das Ritual des Wassertrinkens wurde regelrecht inszeniert: einer von uns Studierenden, meist die hübscheste Doktorandin, wurde zu Semesterbeginn zum Wasserträger auserkoren und stellte jeweils ein volles Glas Wasser zu Beginn der Stunde auf das Pult…) der laufende Satz noch zu Ende gebracht, dann war die Stunde (45 Minuten) vorbei. In der nächsten Stunde wurde an der Stelle fortgefahren, wo in der letzten Sitzung unterbrochen wurde.

Ein schreckliches Format - und ich habe *trotzdem* etwas mitgenommen. Da man keine Fragen stellen durfte, musste ich nacharbeiten: Was ich nicht verstanden hatte, versuchte ich mir aus anderen Quellen zu erschliessen (nicht immer erfolgreich, aber manchmal mit neuen Entdeckungen verbunden). Und bei manchen langweiligen Passagen ließ ich meine Gedanken schweifen…

Ein völlig anderes Format lernte ich (wiederum in Basel) kennen, als 1974 Klaus Schneewind dort eine Lehrstuhlvertretung übernahm: ein junger Professor aus Trier (KS war damals Mitte 30) kam mit “Handouts”, die er zu Beginn seiner Vorlesung verteilte und dann in freier Rede kommentierte! Zu Beginn der Stunde gab er eine kurze Zusammenfassung der letzten Stunde, am Ende der Stunde fasste er die aktuelle Stunde kurz zusammen. Gliederungen und Überblicke gaben eine verständliche Struktur. Das hat mich (und andere auch) sehr angesprochen! Man durfte Fragen stellen, es war in keiner Weise monoton und der Lehrende sprühte vor Begeisterung! Das war ansteckend!

Dieser Vorlesungsstil hat mich geprägt und ich versuche heute das zu machen, was bei mir in meiner Studienzeit Spuren hinterließ. Ich bin dankbar für ein Vorlesungsformat, das mir die Chance bietet, meine Begeisterung für die Themen (oder auch meine Emporung über bestimmte Zustände) an die Studierenden weiterzugeben, Ihnen meine Art zu denken “live” zu vermitteln, mich beim Abwägen von Pro und Contra zu begleiten. Ich kann es nicht leugnen: ich brauche Zuhörer! Vor einer Kamera hin- und herzulaufen und Gedanken zu entwickeln, manchmal abzuschweifen und dann doch wieder die Kurve kriegen: das kann ich mir nicht vorstellen vor einem leeren Hörsaal, nur vor der Kamera! Das Feedback aus den Gesichtern, die Möglichkeit zum Fragenstellen für die Studierenden, die Möglichkeit des Wiederholens, wenn ich ratlose Gesichter sehe: all das macht eine Vorlesung auch für mich als Dozent lebendig, macht sie zur sozialen Situation mit der Möglichkeit zur Anschlußkommunikation (”gehen wir noch einen Kaffee trinken?”).

Die videoübertragene Vorlesung (hier ein paar Beispiele aus Heidelberg bzw. Münster) hat für mich bei weitem nicht die Authentizität der realen Veranstaltung, legt die isolierte Rezeption nahe, bei der Rückfragen entfallen müssen, und hat größere Unterbrechungsrisiken zu ertragen (”ich halte das Video mal eben an, um meine Mail zu checken”). Ich werde vorläufig davon keinen Gebrauch machen, jedenfalls nicht als Ersatz für die Vorlesung. Als zusätzliche (aufwändige) Option für Personen, die aus verschiedensten Gründen nicht präsent sein können, ist eine Videographie allerdings vorstellbar. Dafür fehlen uns allerdings derzeit die Ressourcen!

Preis der Freunde 2015 an “Pro Bono” vergeben

Die “Gesellschaft der Freunde Universität Heidelberg e.V.” (kurz: GdF), die “Mutter” unserer Sektion “Alumni Psychologici”, hat auf ihrem gestrigen Treffen den jährlich zu vergebenden “Preis der Freunde” für das Jahr 2015 an die studentische Initiative “Pro Bono” vergeben.

Preis der Freunde

Preis der Freunde

Zunächst gab es eine ausserordentliche Mitgliederversammlung der GdF, bei der die Nachwahl des neuen Vorstandsmitglieds Dr. Karl Hahn im Zentrum stand, der bereits dem Vorstand der “Stiftung Universität” angehört und dort den Vorsitz hat. Seine Nachwahl in den Vorstand der GdF wurde zur großen Freude der schon gewählten Vorstände Joachim Funke, Thorsten Helm und Gabriele Meister mit Einstimmigkeit vollzogen.

Im Anschluss daran wurde der Festvortrag von unserem Archäometriker Prof. Dr. Ernst Pernicka „Wissenschaft in der Bronzezeit? Die erstaunlichen Erkenntnisse aus der Untersuchung der Himmelsscheibe von Nebra“ vor vollem Hörsaal 14 vorgetragen. Diese Himmelsscheibe ist einer der Schlüsselfunde der alteuropäischen Kultur- und Geistesgeschichte und gehört daher auch zum Weltkulturerbe. Auf ihr abgebildet sind Himmelskörper und Gestirne bzw. Sternbilder sowie ein Boot, das über das Firmament zieht – die erste bekannte Darstellung exakt beobachteter Gestirne überhaupt und das auch noch in Gold! Prof. Pernicka erläuterte in seinem spannenden Vortrag die (kriminelle) Fundgeschichte, die archäologische Bedeutung und die astronomische Interpretation sowie die naturwissenschaftlichen Untersuchungen zu Herstellungstechnik und Herkunft des verwendeten Materials.

Auf dem anschließenden, gut besuchten Neujahrsempfang der GdF wurde dann der „Preis der Freunde” für das Jahr 2015 an „Pro Bono“ vergeben, eine von Studierenden betriebene Rechtsberatung. Damit honoriert die GdF das außergewöhnliche Engagement dieser studentischen Initiative. Ihr Anliegen ist es, Menschen unabhängig von ihren finanziellen Möglichkeiten in den Bereichen Zivil-, Arbeits-, Sozial- und Migrationsrecht zur Seite zu stehen. Die Doktorandin Cosima Steck trug als Mitglied der Auswahlkommission die Laudatio vor, bevor dann der Vorstandsvorsitzende der GdF, Prof. Dr. Dr. h.c. Joachim Funke, die mit 2.500 Euro dotierte Auszeichnung überreichte.

Pro Bono wurde 2013 als gemeinnütziger Verein gegründet. Die Betreuung der Mandanten sowie die Bearbeitung der notwendigen juristischen Dokumente liegen in der Hand von Jura-Studenten. Um bei ihrer Arbeit qualitative Sicherheit zu gewährleisten und mögliche Fehler zu vermeiden, werden die juristischen Anträge vor Einreichung durch einen Beirat von Pro Bono geprüft, dem vor allem praktizierende Anwälte angehören. „Besonders gut gefällt uns die breite Wirkung. Von der aktuell sehr relevanten Gruppe der Asylbewerber über sozial benachteiligte Menschen bis hin zu Studierenden erreicht die Initiative Gruppen, die sich häufig keinen anderen Rechtsbeistand suchen oder suchen können. Pro Bono leistet damit einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag“, begründet der Vorstand der Gesellschaft der Freunde seine Entscheidung für die Preisvergabe.

Der „Preis der Freunde“ wird seit 1995 jährlich an studentische Gruppen vergeben, die sich durch herausragendes Engagement ausgewiesen haben. Neben der Preissumme von 2500 Euro umfasst die Auszeichnung einen Wanderpokal, der als abstraktes Kunstwerk ähnlich einer Flamme gestaltet ist und alle preisgekrönten Initiativen symbolisch darstellt. Dieses “flammende” Kunstwerk ist im Eingangsbereich der Neuen Universität ausgestellt.

ISSN für HeiPI

Aufmerksamen Blog-Leserinnen und -Lesern ist es vielleicht schon aufgefallen: seit kurzem gibt es links aussen unter “Pages” einen neuen Eintrag mit der Bezeichnung “Impressum“. Das war eine Erfordernis für die Zuteilung einer ISSN durch das Nationale ISSN-Zentrum für Deutschland. Ich habe auch gleich mal was zum Haftungsausschluss mit aufgenommen, man weiss ja nie. Nach einigen Mails habe ich gestern, am 8. Januar 2016, vom Nationalen ISSN-Zentrum für die nachstehend benannte Schriftenreihe “Hei_PI: Psychologisches Institut Heidelberg” die ISSN 2366-5009 zugeteilt bekommen.

Ändert sich dadurch etwas? Nein, nicht wirklich! Trotzdem ist der Status des Blogs jetzt etwas veredelt: man kann ihn als offizielle Publikation zitieren! Drei Vorteile entstehen durch eine ISSN nach Angaben der Erfinder: “electronic archiving; cataloguing; distribution, subscriptions and management”. Für mich ist das nicht zentral; aber ein “nice to have”!

Frohes neues Jahr 2016!

Ich wünsche allen meinen Leserinnen und Lesern ein frohes und gutes Jahr 2016!

Das alte Jahr ist zu Ende gegangen, aber viele Probleme blieben ungelöst, manche sind größer geworden.

Entmutigung? Oder Ansporn zum Handeln?

Es gibt viel zu tun - packen wir es an!

“Von guten Mächten treu und still umgeben
Behütet und getröstet wunderbar
So will ich diese Tage mit Euch leben
Und mit Euch gehen in ein neues Jahr.”

(Dietrich Bonhoeffer, Jahreswechsel 1944 / 1945)

Journal of Dynamic Decision Making (JDDM) has started

JDDM Editorial 2015

JDDM Editorial 2015

Roughly a year ago I mentioned in this blog our plans to publish a new journal - the “Journal of Dynamic Decision Making” (JDDM). Now the first articles have been published and more are in the pipeline. Together with Andreas Fischer and Daniel Holt, I wrote an Editorial that gives some insights into our ideas. Here are some excerpts from that statement:

“Most decisions in our everyday lives are part of dynamic decision making processes. They usually are not isolated acts but take place in a context, with a history of events leading up to the decision and a future unfolding after the decision has been taken shaping our options for later decisions. Additionally our preferences about what we consider a desirable outcome may also change over time. It is this emphasis on agency – the effect our decisions have on a situation – and dynamics – the unfolding of a situation over time – that are the hallmarks of dynamic decision making.

Examples of dynamic decision making can be found virtually everywhere, be it scheduling a workday, managing a company, establishing a medical diagnosis, or complex political negotiations. We therefore note with pleasure that dynamic decision making (DDM) has recently become a quickly growing field of research in the behavioral sciences. While simple single-shot decision making has long been the staple of decision research and DDM was the exotic exception, we agree with other decision researchers that it may be time to reverse this view (cf. Hertwig & Erev, 2009). Even our understanding of biases and fallacies in simple single-shot decision making may improve when considered from the more comprehensive DDM perspective.

Since the beginning of systematic empirical research on DDM about fourty years ago (e.g., Dörner, 1975), it has evolved in many different niches of psychology and other disciplines, with fruitful contributions in areas such as experimental research (e.g., Berry & Broadbent, 1984; Dutt, Arló-Costa, Helzner, & Gonzalez, 2014; Funke, 1995; Hertwig & Erev, 2009; Huber, Wider, & Huber 1997), cognitive modelling (e.g., Busemeyer & Johnson, 2004; Gonzalez, Lerch, & Lebiere, 2003), training (e.g., Kluge, 2008), problem solving (e.g., Danner et al., 2011; Fischer et al., 2012), assessment of real-world skills (e.g., Dörner, 1986; Fischer et al., 2015), education (e.g., Klahr & Dunbar, 2000), or political decision making (e.g., Verweij & Thompson, 2006). In philosophy, dynamic choice even contributed to redefining what it may mean to be rational (e.g., Hammond, 1976). A literature search in the database “Web of Science” for the phrase “dynamic decision making” reveals a steep exponential growth in number of publications (…) distributed over more than 80 journals. Additionally, there are many different labels for research essentially investigating the same phenomenon.

Seeing that dynamic decision making is a growing field of research without a dedicated platform for exchange we decided to start the Journal of Dynamic Decision Making (JDDM) as an outlet for international research in this area. Our aim is to offer a home for the growing number of publications that do not always neatly fit traditional disciplinary categories and to act as an exchange hub for the DDM community to share tools, results, and ideas.

Just in time for the 40th anniversary of the pioneering work of Dörner (1975), who initiated computer-based research on dynamic decision making in complex environments in Europe, we are glad to present the first issue of the Journal of Dynamic Decision Making (JDDM) as an outlet for international research in this field. So, if you have an interesting data set, a good theory, or a convincing simulation study just waiting to get published, get in touch!”

JDDM is a peer-reviewed Open Access journal (see the OA logo on each title page) in English language and can be found here: http://journals.ub.uni-heidelberg.de/jddm The first three articles have been published already, more to come!

Abschied von Gustava Heß

siehe auch: http://f20.blog.uni-heidelberg.de/2014/04/07/abschied-von-gustava-hes/

Masterfeier 2015

Masterfeier 2015

Masterfeier 2015

Unsere diesjährige Master- und Diplomfeier für die Absolventinnen und Absolventen des Jahrgangs 2015 fand am Freitag 4.12.15 um 17:00 im übervollen HS 2 statt. Wie schon im Vorjahr begonnen, durften die Studierenden auch diesmal wieder Talar und Barett tragen, um den Abschluß gemeinsam mit Lehrenden, Freunden und Verwandten feierlich zu begehen.

Es war wieder einmal grossartig! Angefangen mit dem Umkleiden in ÜR D, der gemeinsame Einmarsch in den HS 2, begleitet von Pianomusik, mit den Eltern, Freunden, Verwandten auf den hinteren Bankreihen und auf der Galerie sowie den Alumni in den vier vorderen Reihen: ein würdiger Moment!

Die Ansprache von unserem Geschäftsführenden Direktor Hans-Werner Wahl mit seinem Hinweis auf die tollen Bedingungen in Heidelberg war passend und gab den richtigen Ton vor. Der Gesang von Lena Rittel (begleitet von Marc Holzer am Piano; “Always on the Run“) war klasse: was für eine Stimme! Das hat uns allen gut gefallen, wie der Applaus zeigte!

Dann der Rück- und Ausblick von Gidon Frischkorn und Jan-Niklas Kramer, M.Sc. auf ihre Masterzeit: eine Geschichte des Bergsteigens und der nun vor einem liegenden Höhen und Tiefen. Es ging um steile Gipfel, aber auch um die Erholung in den Bergstollen der Unteren Strasse oder das Ausruhen am Hartz-IV-See. Nett vorgetragen, hübsch illustriert!

Bevor unsere Dekanin Birgit Spinath die 65 Ehrenurkunden überreichte, berichtete Kollege Dirk Hagemann als Vorsitzender der Weinert-Preis-Kommission über deren Arbeit und gab bekannt, dass unter fünf Vorschlägen die Arbeit von Gidon Frischkorn, M.Sc., zum Thema “worst performance rule” (=bei wiederholt bearbeiteten kognitiven Anforderungen sagen die schlechteren Ergebnisse das Kriterium “Intelligenz” besser voraus als die besten Runden) herausgeragt habe und daher den diesjährigen Weinert-Preis erhalten hat. Gratulation!

Das letzte Wort hatte ich selbst als Vorsitzender der Alumni Psychologici und der Gesellschaft der Freunde. Stolz auf unsere Absolventen mischt sich mit Betrübnis über den Verlust vertrauter Gesichter, die nun als unsere Botschafter ausschwärmen! Mögen sie nicht vergessen, dass erworbenes Wissen zu einem humanen Umgang damit verpflichtet! Und dass Wissen up to date gehalten werden muss! Liebe Alumni: kommt gelegentlich zurück in den Tempel des Wissens!

Schön, dass unsere Alumna Anne-Marie De Jonghe anwesend war und mit einer kleinen Ansprache deutlich machte, dass Begeisterung und Liebe für eine Idee eine starke Triebfeder sind. Sie ist nicht nur Gattin des Sektionsmitbegründers Dr. Herbert Wettig, sondern auch die Großspenderin, der wir die Anschaffung der Talare im Jahr 2014 verdanken!

Apropos Talare: die Besuchszahlen (mehr als 220 Gäste und Absolventen waren da, noch mehr waren angekündigt, einige mussten aber kurzfristig absagen) reflektieren in meinen Augen den “Talar-Effekt”. Die feierliche Atmosphäre, die durch die Einheitstracht geschaffen wird, ist etwas Besonderes. Am besten natürlich der Moment, wo alle Absolventen ihr Barrett in die Luft geworfen haben: was für ein Bild! Kein Wunder, dass sich mehrere Eltern nach einer Kopie des Video-Mitschnitts erkundigt haben (wir haben keine! Die Kamera im Hörsaal war leider nicht eingeschaltet).

Zum Abschluss gab es wieder ein kleines Geschenk von mir, mit dem die Erinnerung an unser Institut erhalten bleiben sollte. Beim anschließenden Empfang durch die Alumni Psychologici in unserem Fakultätssaal konnten wir noch ein wenig miteinander reden, trinken und essen, bevor alle wieder zu ihren neuen Standorten aufbrachen.

Wer unsere Alumni-Arbeit unterstützen will: Die Basisanmeldung (kostenlos) läuft über HAI Heidelberg Alumni International, die Premium-Mitgliedschaft (25€ jährlich in den ersten 3 Jahren nach dem Abschluss; danach 50€ jährlich), die ich als Vorsitzender der Alumni Psychologici natürlich empfehle, kann man hier beantragen.

Dank an alle, die diese Veranstaltung hinter den Kulissen mit vorbereitet haben! Um ein paar Namen zu nennen: Michael Brünnich, Christiane Fauth, Marion Lammarsch, Ute Lorenz, Bärbel Maier-Schicht, Heiner Meßner, Gert Müller, Annemarie Preuschoff, Anja Schilling, Edith Wenserski samt Mann und die vielen Hilfskräfte aus den verschiedenen Abteilungen! Christian Karaneshev hat tolle Fotos angefertigt. Ohne gute Vorbereitung, gute Begleitung und flottes Aufräumen wäre das nicht so glatt gelaufen! Toll, dass wir so ein gutes Team haben! Danke dafür an alle Beteiligten!

Ich bin nun gespannt darauf, wohin der weitere Weg unsere Absolventinnen und Absolventen führt. Ich freue mich auf ein Wiedersehen und hoffe, dass wir in Kontakt bleiben! Meine Facebook-Accounts: Joachim Funke, Alumni Psychologici bzw. DJ Funk; aber auch normale Email erreicht mich.

Tolle Fotos von Kristian Karaneshev: Dropbox-Link