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Reparaturdienste der Psychotherapeuten

Der Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages macht auf die gestiegene Zahl von Soldaten aufmerksam, die nach Auslandseinsätzen traumatisiert zurückkehren.

http://focus.msn.de/politik/deutschland/bundeswehr_nid_31544.html

http://www.ndrtv.de/panorama/archiv/2006/0831/traumasoldaten.html

Was bedeutet das für unser Fach? Reparaturdienste der Psychotherapeuten sind jetzt auf einmal dringend gefordert, um die langfristigen Beschädigungen der Einsatzwilligen aufzufangen und zu beheben.

http://www.dw-world.de/dw/article/0,2144,1106750,00.html

Hier wird für mich die Frage aufgeworfen: müssen Psychologen sich nicht strikt gegen derartige Einsätze aussprechen, deren Folgen absehbar die Zahl psychisch kranker Menschen anhebt? Nicht erst dann, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist, sollte man nach Psychologen rufen – wir könnten aufgrund unserer Erfahrungen ja schon im Vorhinein auf die Gefahren solcher Brunnen hinweisen und würden damit unseren Beitrag zur Prophylaxe psychischer Störungen leisten.

{ 1 } Comments

  1. Vasco DSP | September 3, 2006 at 5:05 | Permalink

    Lieber Herr Funke,
    wie wahr, wie wahr…
    Die Sinn und Sinnlosigkeit solcher Einsätze auch von psychologischer Seite deutlicher hervorzuheben ist mit Sicherheit eine sinnvolle Aufgabe. Spätestens seit dem Vietnamkrieg und den daraus resultierenden psychischen Spätfolgen wurde ja allen deutlich vor Augen geführt, wie menschlich auch der “härteste” Soldat sein kann bzw. ist.
    Fraglich bleibt leider nur, ob solche Einsätze wirklich verhindert werden würden, wenn wir Psychologen deutlicher darauf hinweisen würden/werden. Wünschenswert wäre es in jedem Fall.

    Ihr Alumnus
    Vasco DSP