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Mehr Geld für Bildung

Im neuen Atlas der Globalisierung lese ich auf S. 70, dass die weltweiten Militärausgaben seit 1998 um 30 Prozent angestiegen sind (auf inzwischen 1,035 Billionen Dollar - wobei neben den beschäftigungs- und laufenden Kosten auch die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung dazugerechnet werden). Da stößt es einem übel auf, wenn man die insgesamt geringen Aufwendungen im Bildungsbereich dagegenhält und dann auch noch sieht, dass im internationalen Vergleich Deutschland schlecht abschneidet, wie mein Heidelberger Kollege Manfred G. Schmidt jüngst in einem Beitrag nachgewiesen hat.

Wenn von den 180 Eurofightern (Stückpreis 85 Mio Euro) nur auf 1 verzichtet werden könnte (warum eigentlich nicht auf mehr?), wären dafür z.B. zahlreiche Nationallizenzen zu wichtigen Informationsquellen zu beschaffen und die Universitätsbibliotheken könnten finanziell entlastet werden. Vielleicht sollten wir es den Japanern nachmachen, die nach den Erfahrungen des 2. Weltkriegs in ihrer Verfassung auf das Recht souveräner Staaten zur Kriegsführung bewusst verzichtet haben und lediglich Truppen zur Selbstverteidigung unterhalten. Das ist deutlich billiger und reicht offensichtlich…

{ 1 } Comments

  1. Vasco Dos Santos Pedro | September 29, 2006 at 12:57 | Permalink

    Lieber Herr Funke,
    mit den Ausgaben für die Bildung ist und bleibt es wohl leider ein Trauerspiel. Es wird viel darüber geredet und pragmatisch umgesetzt wird (wenn überhaupt) nur ein Bruchteil.
    Bin ganz Ihrer Meinung, dass die Ausgaben für Militär viel zu hoch sind und in Zeiten von EU, NATO usw. eh schon militärische Synergiekräfte enstanden sind, die zumindestens die einzelnen Nationen entlasten. Denke mal, dass die Militärindustrie und ihre einflussreiche Lobby etwas dagegen hat….und der neue Ministerpräsident von Japan, Shinzo Abe, beabsichtigt leider von der bisher defensiven Militär-Haltung Japans abzurücken.

    Ihr Alumnus
    Vasco Dos Santos

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