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Spitzenplatz für Heidelberger Psychologie im ZEIT-Hochschulranking 2007

Im neuen Hochschulranking der ZEIT (Ausgabe 2007) ist die Psychologie erneut vertreten. Insgesamt 44 Institute wurden hinsichtlich der 5 Kriterien (1) Studiensituation insgesamt, (2) Betreuung, (3) Berufsbezug, (4) Wissenschaftliche Veröffentlichungen sowie (5) Forschungsreputation verglichen. In jeder Kategorie wurde zwischen Spitzen-, Mittel- und Schlussgruppe unterschieden. Keines der Institute lag auf *allen* fünf Kriterien an der Spitze. Aber fünf Institute haben es geschafft, mit vier mal Spitzenplatz und 1x Mittelplatz ganz oben zu stehen: TU Dresden, Uni Freiburg, Uni Jena, Uni Marburg und Uni Heidelberg!

Im Vergleich mit Psychologie-Instituten an anderen Standorten stehen wir gut da - wie sieht es innerhalb der Heidelberger Uni aus? Mit uns wurden 5 weitere Fächer aktuell bewertet (die 5 oben genannten Kriterien werden mit 1=Spitze, 2=mittel, 3=Schluß codiert; -=nicht erhoben): Anglistik / Amerikanistik: 11122, Erziehungswissenschaft: 21222, Germanistik: 22222, Geschichte: 12112, Romanistik: 3212-. Da kann sich die Psychologie mit 11112 aber locker freuen, auch hier an der Spitze zu stehen :-)

Auch wenn Rankings nicht das Mass aller Dinge sind: Wir freuen uns sehr, dass unsere Anstrengungen auch von anderer Seite positiv bewertet werden! Der Spitzenplatz ist Lob und Ansporn gleichermaßen - nach dem Ranking ist vor dem Ranking…!

Alle Infos im Überblick: http://www.zeit.de/hochschulranking

{ 2 } Comments

  1. Alumnus | May 18, 2007 at 10:15 | Permalink

    Quo vadis Psychologie? Quo vadis PI Heidelberg??

    Ja, da zeigt er sich noch einmal, der Glanz der Vergangenheit. Wer jedoch nach vielen Jahren wieder die Gebäute des PI Heidelberg betritt, dem wird schnell klar, dass hier, allen Rankings zum Trotz, nicht mehr viel an die große Heidelberger Zeit erinnert. Erstrahlte das Institut einst vor Altehrwürdigkeit und Spitzenklasse, so scheint es, als sei es heute nur noch alt. Da stimmt die Ausstattung nicht mehr, Lehrstühle sind seit Jahren verwaist, so manches wichtiges Grundlagenfach wird überhaupt nicht mehr adäquat abgedeckt (einen extra Lehrstuhl für Biopsychologie, der an allen anderen Instituten in Deutschland völlig selbstverständlicher Standard ist, gibt es hier seit langem einfach nicht mehr) und entscheidende Strömungen der Szene - beispielsweise in Richtung Neurowissenschaft - gehen am Institut vorbei. Dafür gibt es nun aus Studiengebühren finanzierte Kurse in Parapsychologie, Tanztherapie und - welch’ Ironie - zu den Studiengebühren selbst… Wunderbar, das ist wirklich ganz wichtig. Da werden ordentliche Lehrstühle in Bio- und Neuropsychologie, das bisschen Ausstattung, der eine oder andere gute Dozent, die Teilweise völlig überfüllten Seminare und der ganze Rest schon nicht so wichtig sein, wenn man doch jetzt so tolle Veranstaltungen hat. Ich habe nichts gegen eine gute “Nachspeise”, aber wenn das Hauptgericht schon viel zu flüssig war und die Nachspeise einfach überflüssig, dann sollte man sich fragen, ob man dem Ganzen nicht langsam ein wenig mehr Substanz geben könnte. Ich halte es da ganz mit ihnen, lieber Herr Funke: Wenn das Hauptgericht vorne und hinten nicht stimmt, sollte man noch nicht an die Nachspeise denken! Ich kann angesichts dieser Missstände nur froh sein, dass ich zu einer Zeit am PI Heidelberg studieren durfte, in der solche Missstände völlig undenkbar gewesen wären und hoffe, dass das Institut irgendwann zeigen wird, dass es auch in die Zukunft weisen kann und nicht immer weiter nur in die Vergangenheit.

    Alumnus

  2. Max Vetter | May 29, 2007 at 9:37 | Permalink

    Die Debatte um den Sinn und Unsinn der immer wieder bemühten Menüabfolge hier weiterzuführen ist sicherlich wenig produktiv, allerdings kann ich den Kommentar meines Vorschreibers nicht völlig unkommentiert stehen lassen. Die Lehrveranstaltung zu den Studiengebühren selber (ich nehme an, es ist das Seminar von Herrn Reuschenbach und Frau Maier-Schicht, auf welches hier angespielt wird), die hier ironisiert und für überflüssig erklärt wird, ist eines der produktivsten Seminare, das ich bisher besucht habe. Neben der Verknüpfung vieler genuin psychologischer Teilgebiete (Lernpsychologie Stichwort: Lernen lernen, Pädagogische Psychologie Stichwort: Didaktik, Sozialpsychologie Stichwort Gruppenprozesse) lernt man in diesem Seminar eine Menge sozialer Kompetenzen, deren Erwerb vielerorts ebenso wie der Lehrstuhl für Neurowissenschaften völlig fehlt, die aber für angehende Psychologen unabdingbar sind. Insofern halte ich Angebote wie dieses entgegen meinem Vorkommentator für äußerst wichtig! Vielleicht wurde durch die Studiengebühren eine breite Debatte angestoßen, die schon viel eher notwendig gewesen wäre: Die Frage nämlich, was gute Lehre wirklich ausmacht und ob dafür immer Massen an Geld benötigt werden. Ich wage nach Teilnahme an oben erwähntem Seminar nun die Hypothese, dass auch in alten Gemäuern zukunftsweisend gelernt und gelehrt werden kann. Schließlich finde ich es wenig überzeugend, eine Lehrveranstaltung wie das angesprochene Seminar zu Studiengebühren als überflüssig zu diskreditieren, offensichtlich ohne sich näher mit den Inhalten befasst zu haben.

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