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Fahrradunfall

Unfallstelle

Unfallstelle

Gestern abend gegen 19:30 auf dem Rückweg von HeidelDruck (am Bahnhof) nach Handschuhsheim - der Vorstand der Stiftung Universität, dem ich angehöre, tagte dort und unser Vorsitzender Bernhard Schreier wollte uns nicht eher gehen lassen, bis wir eine Portion vom Wurstsalat gegessen hatten -  bin ich mit meinem Fahrrad kurz nach der Ernst-Walz-Brücke mit dem Vorderreifen gegen eine kleine, aber nicht zu unterschätzende Betonkante gestoßen - hui, und weg war ich! Ohne Fremdverschulden, einfach nur ein kleiner Fahrfehler…

In großem Bogen auf den Bürgersteig geflogen, für 2-3 Minuten ohnmächtig dort gelegen, gekrampft, ziemlich schnell vom Notarzt in die nahe Chirurgie (Röntgen, Ultraschall) der Uniklinik und später in die Kopfklinik (CT) geschafft. Commotio Cerebri - Gehirnerschütterung! Schädel-Hirn-Trauma der 1. Stufe. Dank retrograder Amnesie (eigentlich ist die bessere Bezeichnung: post-traumatische Amnesie) keinerlei Erinnerung an die Sturzsituation und die daran anschließenden Aktivitäten, obwohl ich noch Marlene angerufen habe und wohl auch mit drei Ersthelfern geredet habe, die den Krankenwagen bestellt haben. Nach 5 Stunden Diagnostik in den Unikliniken konnten wir am frühen Morgen wieder nach Hause.

Dazu Schrammen, Prellungen und Blessuren, die mich wie eine Figur aus Horrorfilmen erscheinen lassen. Leichte Kopfschmerzen. Ein blaues Auge, wie es schöner als das bei Wikipedia veröffentlichte ist! Ausnahmsweise mal kein Foto, das ich jetzt ins Netz stellen möchte (obwohl ich natürlich welche gemacht habe) :-(  Marlene meint, ich sähe wie ein Zombie aus! Sie hat recht!

Was ein Glück, dass ich einen Helm getragen habe!

Ich bin für einige Tage nicht einsatzfähig; genau gesagt bin ich für zunächst 14 Tage krankgeschrieben und soll mein Gehirn nicht belasten, durch den Schlag (die Ärztin meinte schmunzelnd: “coup et contre-coup” und machte dazu eine Punch-Bewegung) ist ein Hirnödem (eine Schwellung des Gehirns) entstanden. Natürlich fällt es mir schwer, von hier auf jetzt alle Fäden fallenzulassen, aber vermutlich bin ich dies meinem geliebten Hirn schuldig… Ich liege die meiste Zeit in einem dunklen Zimmer, kein Lesen, nichts - einfach nur Leere - andere gehen dafür in einen Mediationskurs (nicht wahr, Claudia?).

see also: http://f20.blog.uni-heidelberg.de/2009/06/12/helm-fur-geist/

Nachtrag 25.9.12: In der lokalen Zeitung, der RNZ, ist ein Beitrag über exakt meine Unfallstelle, an der bereits >40 Fahrer gestürzt sind:

Nachtrag 8.10.12: Erneut ein Beitrag in der RNZ über einen Streit vor Gericht wegen dieser Unfallstelle:

Nachtrag 10.10.12: Noch ein Beitrag in der RNZ, diesmal mit der guten Botschaft, dass die Stadt diese Stelle entschärfen wird:

{ 14 } Comments

  1. Christine Blech | June 3, 2009 at 1:20 | Permalink

    Lieber Herr Funke,

    gute Besserung! Bis hoffentlich bald im Institut.

    Christine Blech

  2. Petra Schuseil | June 4, 2009 at 3:29 | Permalink

    Lieber Herr Funke, ohohohoooooooo und das trotz Fahrradhelm. Nicht zu fassen. Mein Gott hatten Sie ein Glück und doch: Es ist schlimm! …. gute Besserung … Sie sehen wirklich klasse aus ;-). Herzliche Grüße aus Hongkong Petra Schuseil

  3. Edgar Erdfelder | June 4, 2009 at 6:00 | Permalink

    Meine Güte, JoFu, was machst Du für Sachen!! Ein Glück, dass Du ein konsequenter Helmträger bist.
    Gute Besserung und bis bald!
    Edgar

  4. Vasco Dos Santos | June 4, 2009 at 9:00 | Permalink

    Lieber Herr Funke,
    oje, dass klingt nach einem harten Sturz und “Glück im Unglück”. Wünsche Ihnen eine gute Genesung und einen guten Umgang mit der unfreiwilligen Arbeitspause.

    Viele Grüße von ihrem Alumnus
    Vasco Dos Santos

  5. Birgit Spinath | June 5, 2009 at 11:34 | Permalink

    Lieber Joachim,
    mach nicht solche Sachen! Ich bin froh, dass du schon wieder im Blog darüber berichten magst. Dann bist du ganz sicher auf dem Weg der Bessserung. Bitte werde ganz schnell wieder gesund! Das Psychologische Institut vermisst dich.
    Liebe Grüße
    Birgit

  6. AS | June 5, 2009 at 12:10 | Permalink

    Lieber Herr Funke,

    auch ich war ganz erschrocken über Ihren Unfall und wünsche Ihnen gute und möglichst rasche Besserung! Möge Ihr Vorbild allen notorischen “Helmverschmähern” eine Lehre sein!

    Viele Grüße!

    AS

  7. Student | June 6, 2009 at 11:44 | Permalink

    Auch von studentischer Seite Gute Besserung! Glücklicherweise gehören Sie du den helmtragenden Fahrradfahrern, die Gesundheitspsychologie ist sicherlich stolz auf Sie :-)
    Schonen Sie Ihr Gehirn und bringen Sie es zusammen mit dem Rest möglichst bald und unbeschadet wieder ins Institut.

    Bis dahin alles Gute und eine schnelle Genesung.

  8. Student | June 6, 2009 at 9:27 | Permalink

    Lieber Herr Funke,
    es bricht uns das Herz von Ihrem Unfall zu lesen. Wir hoffen, dass es Ihnen ganz bald besser geht und sie wieder gut gelaunt durch die Gänge des Instituts wandeln.

  9. Monika Sieverding | June 7, 2009 at 1:34 | Permalink

    Lieber Joachim! Ich habe dich in der Berufungskommission Methoden vermisst und hörte dann von deinem Fahrradunfall. Es ist schon erschreckend, wie schnell so etwas passiert!! Hoffentlich erholst du dich so bald wie möglich wieder! Als Gesundheitspsychologin interessiert mich natürlich, ob jetzt am Institut der “Dieter Althaus-Effekt” eintreten wird, d.h., ob die Zahl der Fahrradhelmträger/innen unter Studierenden und vor allem unter Kollegen und Kolleginnen signifikant ansteigen wird. Ich befürchte allerdings, dass dies nicht der Fall sein wird (Image schlägt subjektive Vulnerabilität … )
    Liebe Grüße! Monika

  10. Student | June 8, 2009 at 1:45 | Permalink

    Gute Genesung wünsche ich Ihnen, lieber Herr Funke!

  11. Diana Witticke | June 9, 2009 at 4:35 | Permalink

    Lieber Herr Funke,
    ich wünsche Ihnen ebenfalls gute Besserung, da hatten Sie wirklich Glück im Unglück. Aber ich freue mich, dass Sie Ihren Humor nicht verloren haben.
    Viele Grüße
    Diana Witticke

  12. Slow Wit Jenkins | May 5, 2012 at 11:10 | Permalink

    Gut dass Sie einen Helm getragen haben !

    Ansonsten hätten Sie sterben können oder wohlmöglich noch was schlimmeres

  13. Sandra | November 20, 2012 at 10:34 | Permalink

    Bei diesem Fall sieht man mal wieder, dass Fahrradhelme zwar keine Unfälle verhindern können, aber vor größeren Verletzungen durchaus schützen. Wie würde es Ihnen heute wohl gehen, wenn Sie bei Ihrem Sturz keinen Helm getragen hätten?
    Ich hoffe, dass Ihr Beispiel viele Menschen dazu motiviert, beim Fahrradfahren einen Kopfschutz zu tragen.

    Viele Grüsse
    Sandra

  14. Kokosnussöl | February 22, 2017 at 5:47 | Permalink

    Auch von meiner Seite aus gute Besserung! Ich hatte auch mal dieses Problem, bin aber mit Schürfwunden davon gekommen. Diese habe ich mit Kokosöl behandelt und es wurde schnell besser!

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