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Nein zu Kindersoldaten!

Am 25.11.09 wurde im Heidelberger Landgericht die UNICEF-Ausstellung über Kindersoldaten eröffnet, die von Schülern verschiedener Klassen aus der Region gestaltet wurde. Landgerichtspräsident Michael Lotz eröffnete in Anwesenheit zahlreicher Vertreter aus der Justiz, der Kommunalpolitik, der Presse und der Schulen die Ausstellung mit klaren Worten über die Notwendigkeit, der Gewaltabstumpfung entgegenzutreten, die durch eine Überflutung mit immer stärker werdenden Gewalt-Reizen in unseren Medien zunimmt.

In meinem eigenen Beitrag zum Thema “Kindheit braucht Schutzräume” habe ich aus meiner psychologischen Perspektive auf Bedingungen guter Kindheitsverläufe und die negativen Folgen verletzter Kindheit hingewiesen. Die langfristigen Konsequenzen von Traumatisierung und Bindungsverlust sind erheblich und finden äußerlich ihren Niederschlag in unseren Diagnosesystemen, zeigen aber essentiell auf Verletzungen, mit deren Konsequenzen unsere Gesellschaft als Ganze fertig werden muss. Dass eine psychotherapeutische Behandlung Folgeschäden lindern kann, ist zwar erfreulich - noch besser wäre es, wenn diese Traumatisierungen erst gar nicht zustande kämen.

Der Hinweis auf den am Neckar ansässigen, international agierenden Waffenproduzenten Heckler & Koch mit ihren besonders leichten, für Kinder tragbaren Schnellfeuerwaffen (das HK UMP ist z.B. nur halb so schwer wie die AK47 Kalaschnikov; die HK MP5K ist ebenfalls leicht) und der Hinweis auf die variablen Handgriffe (auch für kleine Hände geeignet) mag nicht jedem geschmeckt haben - aber es gibt keine Alternative zur Forderung “Keine Waffen in kleine Hände”! Nur zynische Waffenverkäufer machen daraus den Satz “Kleine Waffen in kleine Hände”…

Liebe Frau Ihrig: danke, dass Sie das alles so schön organisiert haben! Ich wünsche Ihnen und UNICEF Heidelberg viele verkaufte Weihnachtskarten und viele Spendeneinnahmen!

Links zum Thema Kleinwaffen und Kindersoldaten (Dank an Oliver Weidenhammer):

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