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Ende der Vorlesungszeit

Das akademische Leben an einer Hochschule ist durch den Semester-Rhythmus geprägt: Zweimal im Jahr beginnt ein neues Semester, zweimal im Jahr endet es. Diese Woche geht die offizielle Vorlesungszeit unseres Wintersemesters dem Ende entgegen (das Winter-Semester geht noch ohne Vorlesungen und Seminare bis Ende März weiter, bevor dann das Sommersemester am 1.4. startet).

Die Anfang- und Endpunkte sind jeweils etwas besonders: Während zu Beginn des Semesters scharenweise Studierende durch die Räume fluten und sich orientieren, ist zum Ende des Semesters der Auflauf gross, wenn die abschliessenden Klausuren anstehen. In dieser Abschlusswoche bekomme ich das sehr deutlich mit, da sich mein Büro in unmittelbarer Nähe unseres größten Hörsaals HS2 befindet und sich Klausuren dadurch bemerkbar machen, dass 30 Minuten vor Klausurbeginn aufgeregtes Hin- und Herlaufen zu konstatieren ist, nach dem Klausurende dagegen aufgeregtes Austauschen darüber stattfindet, was denn nun wohl die richtige Lösung der gestellten Aufgaben sei. Manchmal knallt dann auch ein Sektkorken - hoffentlich nicht zu voreilig, denn immer wieder fallen auch Teilnehmende durch…

Es sind nicht nur die Klausuren, an denen sich die bevorstehende vorlesungsfreie Zeit festmacht: man sieht im Terminkalender deutlich gehäuft Kommissionssitzungen, die noch anberaumt werden, Fakultäts- und Senatssitzungen, die noch eben abgehalten werden.

Wenn der Terminkalender wieder etwas mehr Luft enthält, bleibt Zeit zum Schreiben übrig -  wir sollen ja nicht nur Lehre und Verwaltung machen, sondern vorrangig Forschung betreiben. Das bedeutet vor allem Lesen neuer Fachliteratur, Planung empirischer Arbeiten und Schreiben neuer Publikationen und Forschungsanträgen. Und es bleibt Zeit für das Anhören interessanter Vorträge - wie gestern z.B. vom Nobelpreisträger 2012 Alvin Roth in seiner Marsilius-Vorlesung über den “Nieren-Markt” und die Verbessungsmöglichkeiten auf dem Gebiet der Organ-Transplantationen.

Natürlich blieb auch etwas Zeit, um unserem hauseigenen Comenius-Projekt anläßlich seines 5jährigen Bestehens zu gratulieren (siehe auch meinen älteren Comenius-Blogbeitrag)! Macht weiter damit! Ich hoffe, dass unsere QuaSiMi (=Qualitäts-Sicherungs-Mittel) hier eine Verstetigung des guten Konzepts ermöglichen!

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